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Schneelast auf Dächern

Generell gelten für die Berechnung von Dächern die Vorgaben aus der DIN 1055 in der jeweils gültigen Fassung. Darin ist festgelegt in welcher Region wieviel Schnee auf dem Dach in die Berechnung eingehen muss. Dazu sind Schneelastzonen und Geländehöhen angegeben. Dazu gibt es weitere Regeln die hier nicht genauer erläutert werden. Es soll hier auch keine wissenschaftliche Abhandlung, oder gar ein verbindlicher Leitfaden erstellt werden. Vielmehr als eine Gedankenhilfe wird es nicht.

 Die Frage für den Hausbesitzer stellt sich hin und wieder, was bedeutet der Schnee für mein Dach? Muss ich beräumen oder nicht?

Jeder kennt Pulverschnee und auch nassen Pappschnee, Wer mit dem Schneeschieber da loslegt merkt sofort den Unterschied. 1m³ Pulverschnee bringt ungefähr eine last von1,0 kN auf das Dach, dagegen Nassschnee schon ca. 4,0 kN. Eis hingegen wird mit 7,0 kN/m³ angegeben. Rutscht eine Dachlawine ab, kann diese Masse auch dazwischen eingeordnet werden.
Ungestörter Schnee, der überwiegend als Pulverschnee gefallen ist und sich in mehreren Lagen über einen Zeitraum von 3 Wochen gesetzt hat, bringt 1,3 kN/m³ an Last auf. Das heisst, ein halber Meter davon dürfte dem Dach nicht schaden. Bei richtig triefendem Nassschnee hingegen sind 20 cm schon sehr bedenklich,. zu spüren auch als Schneebruch auf Bäumen.

Zur Erläuterung: 1kN Last entspricht ca. 100 kg Gewicht.
Äste nach Schneefall Bei dieser Kiefer waren bereits weniger als 10 cm Schnee zu viel.


Besondere Vorsicht gilt bei Flachdächern, egal ob mit unbeheiztem Innenablauf oder aussen liegender Dachrinne. Hier kann es zu einer Vereisung der Abläufe kommen. Wenn hier keine Eislast statisch gesondert erfasst ist, sind Schäden fast vorprogrammiert.

Bei diesem Gründach wurde die Durchbiegung unter Last nicht berücksichtigt. Daraufhin kam es im Winter 2006  in einer Tau-Frost Wechselperiode zur Eisbildung und starken Verformungen. Dazu kam auch die Tatsache, dass die Entwässerung am Kragarm erfolgte. Dieser hat sich aber bei der starken Durchbiegung im Feld nach oben verformt.

Besondere Beachtung gilt den leichten Vor- und Terrassendächern. Auf diesen kommt es regelmäßig zu Anhäufungen von erheblichen Schneemassen.

Am Ende noch einen guten Rat für diejenigen, die den Schnee vom Dach beräumen möchten. NIEMALS die Leiter an die Dachrinne legen und von vorn versuchen dem Schnee her zu werden. Wenn diese Massen ins rutschen kommen, bleibt alles unter der Dachlawine begraben.

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