Ingenieurbüro Lothar Hunziger im Spiegel der Presse
 

"Nachhaltigkeit für meine Enkel"

Lothar Hunziger gehört wahrlich nicht zu denen, die öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken. Der gelernte Stahlbauingenieur, der Statiker, der Kreistagsabgeordnete für Die Grünen, der Jungunternehmer mit 57 Jahren - er lebt theoretisch und praktisch vor, wovon er überzeugen möchte, was er anderen erklärt. Eines seiner Lieblingsworte in diesem Zusammenhang ist "Nachhaltigkeit".

Nachhaltigkeit bei der Entscheidung heute für morgen, bei der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen und Nachhaltigkeit, wenn heute für die Kreisverwaltung ein neues Heizwerk gebaut wird, dann sollte es doch schon ein Ökologisches sein.

Sein Wort hat im Kreistag Gewicht, geht es um Alleenschutz oder um Abfallwirtschaft. Seit 1998 ist er immer in den Fachausschüssen, die sich mit gerade diesen Themen beschäftigen. Sein Spezialwissen hat der Neuenhagener sich angelesen, angearbeitet und andiskutiert. Und so geht er auch an seinen neuen Job, seine Ich-AG, sein Büro für ökologisches Bauen ran.

"Bei mir stand die Entscheidung kurz vor Hartz IV", sagt Hunziger, der die Statik für die Hackeschen Höfe gemacht hat, der dazu beitrug, viele der wunderschönen Altberliner Bürgerhäuser in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. "Ich bin schließlich Ingenieur und habe keinen Bock auf Arbeitslosengeld", sagte er sich und gründete eine Ich-AG. Und natürlich eine, die er inhaltlich vor sich selbst vertreten kann. Sein kleines Büro in der Kleinen Straße weist schon im Dach, in und an den Wänden alles auf, was er Interessenten zu ökologischen Baustoffen vorschlagen kann. "Die Menschen müssen nachhaltig sensibilisiert werden für den Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen", sagt er.

Viele machten sich heutzutage viel mehr Gedanken um ein umweltverträgliches Auto, als darum, womit und wie ihr neues Haus gebaut werden würde. Das Problem, es irgendwann zu entsorgen zu müssen, vertagen sie damit auf nachfolgende Generationen.

"Wir müssen aber schon heute so handeln, dass unsere Enkel es nicht nur mit Problemen ihrer Altvorderen zu tun bekommen."

 
Dienstag, 07. Februar 2006 (07:11)

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