Das Haus als NeubauBei dieser Betrachtung gehe ich von der Philosophie meines Büros aus. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei den Bauwerken um Wohn- Geschäfts- oder öffentliche Gebäude handelt. Nachhaltiges und ökologisches Bauen sollte möglichst immer Beachtung finden. Auch ist es unerheblich, ob es sich um Bauwerke in Massivbauweise oder um Holzhäuser handelt. An zwei Beispielen möchte ich dieses Vorhaben erläutern.Als erstes Beispiel sei hier ein so genannter Massivbau genannt.
Als Massivhaus bezeichnet man alle Bauwerke deren tragende Bauteile aus Steinen oder Beton errichtet sind. Dabei können die Zwischendecken und das Dach durchaus als Holzbalkenkonstruktion ausgeführt sein. Im nebenstehenden Bild (mein eigenes Wohnhaus) wurde der Keller aus Hohlblocksteinen errichtet. Aus meiner heutigen Sicht sind KS-Steine optimal. Bei einer erforderlichen Wärmedämmung des Kellers sind auch Porenbetonsteinen in geeigneter Güte einsetzbar. Beton als Ortbeton oder Fertigplatten sollten größeren Bauwerken vorgehalten bleiben. Das Holzhaus als zweites Beispiel
Unabhängig davon ob das Haus unterkellert ist oder nicht, sollte ein Haus in Holzbauweise erst oberhalb des Spritzwassersockels beginnen. Holz als nachwachsender Rohstoff ist auch vergänglich und beständig zugleich. Trockenes Holz kann Jahrhunderte überdauern. Auch unter Wasser ist Holz durchaus dauerhaft. Als Beispiel dafür können die Fachwerkhäuser unserer Altstädte stehen; oder die nicht sichtbaren Rammpfähle zur Abfangung der Fundamente vieler Bauten in Berlin. Erst die Verbindung von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff macht aus Holz das was es einmal war - Mineralien (Humus) und CO2.
Damit ist dann eigentlich das Haus fertig. Es fehlen nur noch Fenster, Türen, Heizung mit oder ohne Kamin und Lüftung. Warum nicht auch ein Wintergarten? Bei entsprechender Ausführung ohne Heizung oder mit Restwärmenutzung kann er auch zur Nutzung solarer Gewinne genutzt werden. Bei der Heizung sind natürlich die Energiekennwerte erforderlich. Seit diesem Jahr(2006) ist ein Energieausweis für alle Neubauten auszustellen. In besonderen Fällen ist auch eine ausführliche Energieberatung angebracht. Diese wird derzeit auch finanziell gefördert. ErläuterungenDie äußere Wandbekleidung erfüllt mehrere Funktionen. Die wichtigste ist die Funktion als Wetterschale. Wind sowie Regen und Schnee sollen am Eindringen in das Haus gehindert werden. Zudem soll sie Pflegeleicht sein und auch noch gut aussehen. Die klassische Ausführung ist regional verschieden. Im Norden trifft man häufig die Backstein- oder Klinkerfassade an, während in weiten Landesteilen die Putzfassade dominiert. In waldreichen Gegenden trifft man vielfach eine Holzfassade an. Holz wird vielfach auch als Verkleidung angebracht. Wo ist der Unterschied? Die Bekleidung ist ein notwendiger Bestandteil der Gebäudehülle. Mit der Verkleidung kann man zusätzliche Gestaltungselemente anbringen oder unschöne Ansichten verdecken.
Als Dacheindeckung erfüllt der gebrannte Dachziegel ohne zusätzliche Glasur am ehesten die Anforderungen an das ökologische Bauen. Ein Engobeüberzug aus Tonmineralien verbessert die Witterungsbeständigkeit. Spezielle Ziegel sind auch schon für geringe Dachneigungen auf dem Markt. Bei Betondachsteinen muss darauf geachtet werden, dass nur mineralische Farben eingesetzt werden und keine umweltschädlichen Stoffe zur Verhinderung von Moosansatz verwandt werden.
Für den Aufbau von Gründächern ist eine präzise Abdichtung in Verbindung mit Wurzeldichtheit unumgänglich. Diese Bedingung erfüllen am ehesten Folien in geeigneter Stärke. Auf PVC-freie Folien muss geachtet werden. Holzschindeln als Dachdeckung sind eine kostspielige aber mitunter sinnvolle Alternative. Auch bei ausgewählten Hölzern ist die Haltbarkeit ohne Druckimprägnierung begrenzt. Das dabei nur Hölzer aus nachhaltiger Waldwirtschaft in Frage kommen braucht hier eigentlich nicht zu stehen. Als mineralische Dachplatten sind die Schieferplatten die bekanntesten. Mit steigenden Energiekosten in den vergangenen Jahren und der Erkenntnis das die Verbrennung fossiler Rohstoffe die denkbar schlechteste aller Lösungen zu deren Nutzung ist, veränderte sich auch der Anspruch an die Wärmedämmung unserer Bauwerke. Schon in der EnEV(2004) ist die Forderung nach einer Ausweisung der Energiekennwerte enthalten. Wer jetzt ein Gebäude kauft kann sich an Hand des Energieausweises einen Überblick über den Energieverbrauch verschaffen.
Förderung
Bei modernen Energiesystemen, zu denen neben der Heizung und Warmwasserbereitung auch die Einbindung von Solartechnik und Wärmerückgewinnung gehört, kann eine zielgerichtete Energieberatung erhebliche Kosten einsparen. Nicht jeder Heizungsbauer ist bereit, seinen Umsatz durch Kostenreduzierung des Bauherren zu mindern. Aus diesem Grund wurde eine "Richtlinie über die Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort - Vor-Ort-Beratung- erlassen. Danach kann ein Zuschuss zu den Kosten für eine Vor-Ort-Beratung gewährt werden. Der Spritzwassersockel am Haus ist der Bereich dre bei Niederschlägen auch durch hoch spritzende Wassertropfen nass werden kann. In diesem Bereich kann es daher zu einer verstärkten Durchfeuchtung des Mauwerkes oder der Schwellenhölzer kommen. Bis zu einer Höhe von 30cm über Gelände sind daher gesonderte Maßnahmen zu treffen. Im nebenstehenden Bild ist der Sockel mit Natursteinplatten verkleidet. Ein genügend großer Dachüberstand kann ebenfalls ein Bespritzen der Wand verhindern. Allerdings reicht in windexponierten Lagen dieser auch nicht immer oder muss sehr groß sein. |
| zurück nach oben | Impressum |