Das Haus aus nachhaltiger Sicht

Wie alles begann


Am Anfang suchte der werdende Mensch neben der Nahrung auch eine natürliche Bleibe, nachdem er festgestellt hatte, dass die Übernachtung in Höhlen weniger gefährlich und auch angenehmer war. Bekanntermaßen sind natürliche Höhlen nicht überall zu finden. Folglich kam es zu der Entwicklung, die man dann auch Haus nennen konnte. Zu 100% aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen, sind davon nur noch Spuren im Sand geblieben. Alles was wir heute unter den Begriffen Wärme- und Schallschutz sowie Wohnkomfort verstehen war noch nicht erfunden. Das praktische Erleben bestimmte die Bauart und -Weise. Als beste Beispiele dazu kann man die traditionelle Bauweise arabischer und afrikanischer Völker nennen. Deren Häuser sind seit Jahrhunderten funktional, ohne technische Raffinessen errichtet. Für uns unvorstellbar.

Das Haus im alten Europa

Ohne jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung auszuarbeiten ist ein kurzer Abriss zum Verständnis unumgänglich.
Aus der Siedlungsgeschichte sind Bauwerke aus Rundhölzern mit einer Dacheindeckung aus Reed und Natursteinplatten überliefert. Bauten aus Lehm waren eher die Ausnahme. Reine Lehmhäuser wie sie in trockenen Gebieten der Erde bis heute stehen, konnten den Witterungseinflüssen kaum Widerstand leisten.
In Waldgebieten mit reichlichen Vorkommen an geeigneten Bauhölzern haben sich die Holzhäuser bis heute ihren Platz im Bauspektrum erhalten. In den Gebieten aber, wo sich durch die ausbreitende Landwirtschaft das Aufkommen des Holzes verringert hat, reduzierte sich der Einsatz des Holzes auf wichtige, tragende Elemente. Das war die Geburtsstunde der noch heute zu sehenden Fachwerkhäuser. Die Gefache zwischen den Hölzern wurden regional unterschiedlich mit den verschiedensten Methoden, aber immer in Verbindung mit Lehm ausgefüllt. Irgendwann kamen dann auch die sogenannten Grünlinge dazu. Das sind im Prinzip die gleichen, getrockneten und geformten Lehmziegel wie wir sie aus dem Altertum Arabiens kennen. Jetzt aber, vor der Witterung geschützt, war die Lebensdauer der Bauwerke wesentlich verlängert. Mit dem Aufkommen der gebrannten Ziegel konnte dann auch allmählich das tragende Holzgefach ersetzt werden. Lediglich in der Ausführung von Fundamentausteifungen und natürlich den Decken und Dächern war das Holz unentbehrlich, da keine anderen stabförmigen Bauteile zur Verfügung standen. Für die Abdichtung von Fenster und Türen gegen Zugluft wurde alle Fugen und Ritzen mit Werg -überwiegend aus Hanf- ausgestopft.
Wandstärken und Fenstergrößen wurden nur nach den Regeln der statischen Erfordernis ausgebildet. Erste Andeutungen im Bezug auf den Wärmeschutz waren daran zu erkennen, dass die Gebäudeausrichtung so angelegt war, dass Nordwände vorzugsweise als Brandwand ohne Fenster ausgeführt wurden. Um die mögliche Sonneneinstrahlung im Winter auszunutzen wurden diese Wände vielfach schwarz angestrichen. Auch spielte die Effizienz zwischen Grund- und Nutzfläche nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Einfamilienhäusern spielte der Geldbeutel eine wichtige Rolle. Erste Anzeichen für einen zusätzlichen Wärmeschutz und die Ausnutzung anfallender Restwärme zogen sich durch die gesamte Gebäudeentwicklung. Hohlmauerwerk verbesserte den Wärmeschutz und die Abluftführung aus Heizungsanlagen innerhalb dieser Wände bedeutete eine Restwärmnutzung. Allmählich wurden auch zusätzliche Wärmedämmungen eingesetzt. Bei den vielgliedrigen Fassaden kamen dabei überwiegend zementgebundene Holzwolleplatten (Sauerkohlplatten) als innenliegende Dämmung zum Einsatz.

Das Haus der Neuzeit

Gegenwärtig wird dem Wärmeschutz der Gebäude eine größere Aufmerksamkeit gewidmet. Unabhängig von der Bauweise wird dabei entsprechend den geltenden Vorschriften eine optimale Wärmedämmung gefordert. Nur selten kann der Wärmeschutz durch die Wahl der Wandbaustoffe allein erreicht werden. In der Massivbauweise wird in der Regel eine Vorsatzdämmung angebracht. Noch überwiegt hier der Einsatz von Dämmstoffen aus expandiertem oder extrudiertem Polystyrolschaum zum Einsatz. Weniger verwandt werden Polyurethan- oder Phenolharz-Hartschaum. Allen gemeinsam wird hier als Ausgangsstoff Erdöl genutzt.
Ungeachtet der negativen CO2 Bilanz wird auch weiterhin an ihrem Einsatz aus Kostengründen festgehalten. Die Alternativen sind im Angebot.

- mit einer ausgeglichenen CO Bilanz, wie sie im Prinzip schon von unseren Ahnen genutzt wurden. Die wichtigsten Materialien in dieser Produktgruppe sind Hanf- und Flachsfasern sowie Schafwolle und Holzfaserstoffe. Ohne Zusatz von chemischen Zusätzen und teilweise auch ohne synthetische Stützfasern bedeuten sie keine Belastung für die Umwelt und werden dem natürlchen Stoffkreislauf zurückgeführt. Für viele von großer Bedeutung ist dabei auch der Umstand das natürliche Dämmstoffe frei von krebsauslösenden Stoffen sind. Formaldehyd und chemische Lösungsmittel dürfen in zertifzierten Naturdämmstoffen ebenfalls nicht enthalten sein.Ich selbst, als geplagter Pollenallergiker, habe bei der Verarbeitung von Flachsfaserdämmung bisher keine Nies- und Hustenanfälle gehabt. Ganz im Gegensatz zur Verarbeitung von Mineralfaserdämmung. Selbst mit Staubschutz gab es bei deren Verarbeitung Probleme. Zudem kann bisher nicht der Verdacht ausgeräumt werden, dass Feinstfasern mineralischer Dämmstoffe krebsauslösend sein können. In der Kombination mit dem Baustoff Holz in seinen unterschiedlichen Veredlungsstufen können wir damit einen wertvollen Beitrag im Sinne der Nachaltigkeit leisten. Mit durchdachten Ideen und innovativer Gestaltung lassen sich Gebüde errichten die durchaus allen Anforderungen im Schall- und Wärmeschutz genügen sowie den Anforderungen an den Wohnkomfort unserer Zeit entsprechen.

 Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen - mit einer ausgeglichenen CO2 Bilanz, wie sie im Prinzip schon von unseren Ahnen genutzt wurden. Die wichtigsten Materialien in dieser Produktgruppe sind Hanf- und Flachsfasern sowie Schafwolle und Holzfaserstoffe. Ohne Zusatz von chemischen Zusätzen und teilweise auch ohne synthetische Stützfasern bedeuten sie keine Belastung für die Umwelt und werden dem natürlchen Stoffkreislauf zurückgeführt. Für viele von großer Bedeutung ist dabei auch der Umstand das natürliche Dämmstoffe frei von krebsauslösenden Stoffen sind. Formaldehyd und chemische Lösungsmittel dürfen in zertifzierten Naturdämmstoffen ebenfalls nicht enthalten sein.
Ich selbst, als geplagter Pollenallergiker, habe bei der Verarbeitung von Flachsfaserdämmung bisher keine Nies- und Hustenanfälle gehabt. Ganz im Gegensatz zur Verarbeitung von Mineralfaserdämmung. Selbst mit Staubschutz gab es bei deren Verarbeitung Probleme. Zudem kann bisher nicht der Verdacht ausgeräumt werden, dass Feinstfasern mineralischer Dämmstoffe krebsauslösend sein können. In der Kombination mit dem Baustoff Holz in seinen unterschiedlichen Veredlungsstufen können wir damit einen wertvollen Beitrag im Sinne der Nachaltigkeit leisten. Mit durchdachten Ideen und innovativer Gestaltung lassen sich Gebüde errichten die durchaus allen Anforderungen im Schall- und Wärmeschutz genügen sowie den Anforderungen an den Wohnkomfort unserer Zeit entsprechen.

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